Hypnose, Geschichte, Klinik

Hypnose
Hypnose hat ihren Namen von Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafes. Sie ist eine therapeutische Technik, bei der Klienten durch spezielle verbale Techniken oder auch durch visuelle oder akustische Induktionstechniken in einen Trance-Zustand versetzt werden. In diesem veränderten Bewusstseins-Zustand ist das Unbewusste unter anderem für Suggestionen leichter zugänglich, so dass es möglich wird, belastende Inhalte zu verändern und/oder positive Bilder oder positive verbale Suggestionen zu verankern.

Es gibt verschiedene Techniken um einen Klienten oder eine Klientin in hypnotischen Zustand zu versetzen. Grundsätzlich gilt die Annahme, dass sich niemand gegen den eigenen Willen hypnotisieren lässt. So bedingt denn Hypnotherapie auch eine positive Einstellung des Klienten gegenüber dieser Methode. Der Trancezustand wird herbeigeführt zum Beispiel durch Konzentration auf einen bestimmten Punkt, Gedanken oder Bild und die begleitende Suggestion von Ruhe und tiefer Entspannung. So wird der Klient in einen von Zeit und Ort losgelösten Zustand tiefer Trance gebracht, der in der Regel als sehr angenehm erfahren wird.


Therapeutisch genutzt wurde die Hypnose erstmals von dem österreichischen Arzt Franz Anton Mesmer. 

Intensiv weiterentwickelt wurde die Methode von Jean-Martin Charcot an der medizinischen Fakultät des Salpêtriére-Hospitals in Paris. Bei ihm hatte auch Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, studiert und die Hypnose in seine Arbeit mit Patienten einbezogen. Die moderne Hypnotherapie wurde jedoch erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts von dem amerikanischen Psychotherapeuten Milton H. Erickson entwickelt.


   


Katathymes Bilderleben
Katathymes Bilderleben wurde von Hanscarl Leuner entwickelt. Es ist eine tiefenpsychologisch orientierte Psychotherapie-Methode, die darauf beruht, dass wir und in einem hypnoiden regressiven Zustand (Trance) Bilder, sogenannte "Tagträume" vorstellen können. Ueber eine Entspannungstechnik wird ein Zustand herbeigeführt, in dem der Therapeut oder die Therapeutin ein Bild als Vorstellungsinhalt für einen solchen Tagtraum anbietet, zum Beispiel eine Wiese, ein Bach, ein Berg usw. Ueber die sich daraus ergebenden Phantasien und Tagträume können aktuelle Konflikte fokussiert und bearbeitet werden.